Lucke raus, das Spiel ist aus – Frauke Petry gewinnt AfD-Kampfabstimmung

Bundesparteitag der AfD in Essen 2015: 30 Grad und mehr in der Halle, hitzige Stimmung beim Showdown um den politischen Kampf wohin sich die AfD künftig wendet. Bernd Lucke, der die Partei spaltete wie kein anderer, erleidet eine krachende Niederlage. Frau Petry gewinnt haushoch.

Kurz danach zogen Bernd Lucke und seine Getreuen, von Kameras umlagert aus der Halle. Es ist zu vermuten, dass der Initiator der AfD-Gruppe „Weckruf“ nun seine eigene Partei gründen will, obwohl er einen Austritt und eine Partei-Neugründung stets dementiert hatte.

Lucke hatte noch im Mai in einer ellenlangen Rundmail u.a. Folgendes geschrieben:

„Ich bin nicht sicher, dass die AfD in der Form, in der wir sie 2013 gegründet haben, fortbestehen wird. Es gibt Kräfte in der Partei, die eine andere, radikalere AfD wollen.“

Ob die AfD sich radikalisiert, das wird sich zeigen. Es ist zu vermuten, dass Lucke das nur geschrieben hat, weil er nicht einsehen konnte, dass es auch andere Sichtweisen und anderen Themen als nur seine eigenen gibt. Insofern wird die AfD auch ohne ihn fortbestehen, denn ihre Themen tun es.

AfD-Bundessprecher Bernd Lucke mit Frauke Petry, die in der Kampfabstimmung kurze Zeit später siegte.

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