6 Jahre Fukushima: Weltweiter Ausstieg aus Atomenergie gefordert, da strahlen deutsche Öko-Herzen

Eher beschaulich ging es bei der Berliner Demo zum 6. Jahrestag des GAUs von Fukushima zu. Da haben wir schon ganz andere Anti-AKW-Demos gesehen, wo richtig die Fetzen flogen.

Wir erinnern uns: Kanzlerin Merkel hatte 2011 extrem opportunistisch nach der Havarie in Japan ein „Atom Moratorium“ verfügt, das ziemlich vertragswidrig war, weil es sich gegen ein Gesetz zur Laufzeitverlängerung ihrer eigenen schwarzgelben Koalition gerichtet hatte. Zahlreiche Meiler mussten in Deutschland deswegen sofort vom Netz und andere folgen in den nächsten Jahren. Die Atomindustrie klagte erfolgreich auf Entschädigung.

Die Demo forderte sogleich den Rest der Welt auf, einen weltweiten Atomausstieg zu starten. Wie vermessen muss man sein: Das kleine Deutschland will dem Ausland mal wieder seine angeblich moralisch überlegene Idee eines angeblich 100% „sauberen“ Ökostroms aufzwingen. Gibt es den überhaupt? Kann er bezahlt werden? So einfach ist Schwarz-Weiß-Denken oder besser -Träumen.

Doch weder Japan noch viele andere Atomnationen folgen Deutschland. Im Gegenteil wird dort statt eines Totalausstiegs die Atomenergie, die in der Tat alles andere als risikolos ist, noch forciert. Was bringt somit der deutsche Atomausstieg, wenn man umgeben ist von ausländischen Atommeilern?

Viel sinnvoller wäre es, wenn Deutschland wieder eine aktive und führende Rolle in der Atomforschung einnehmen würde, die aber natürlich ebenfalls verteufelt wird. Denn damit könnte man effektiveren und viel sauberen Atomenergie-Formen, etwa die Kernfusion, an denen etwa die USA intensiv tüfteln, in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zum Durchbruch verhelfen.

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