Irre Breitscheidplatz Gedenkaktion – Michael Müller verlangt „Solidarität“ und Imam sagt „Das hat nix mit dem Islam zu tun“

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Mehr politische Instinktlosigkeit geht nicht: Da redet der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, auf einer Veranstaltung auf dem Berliner Breitscheidplatz zum Gedenken an die Opfer der Terrorattacke des Islamisten Anis Amri im Dezember 2016 – an der ausgerechnet die Neuköllner Begegnungsstätte e.V. (NBS), vom Verfassungsschutz wegen angeblicher Verbindungen zur islamistischen Muslimbruderschaft (S.76ff.) beobachtet, mit von der Partei war.

Wir erinnern uns: der IS-Terrorist Amri war mit einem schweren LKW in den Weihnachtsmarkt gerast und hatte dabei zahlreiche Besucher ermordet.

Während die geladenen Kirchenvertreter sich auf der Demo in diffuser „Wir haben uns lieb“-Rhetorik verloren und Müller sich natürlich wie immer gegen „Spaltung“ verwahrte (wahrscheinlich meinte er damit die AfD), für „mehr Solidarität“ warb und obendrein noch das „Versprechen“ von allen Beteiligten einforderte, religiöse Konflikte nicht im bunten und weltoffenen Berlin auszutragen (naiver geht es kaum), sprach der Vertreter der NBS, Imam Mohamed Taha Sabri (immerhin Träger des Verdienstordens des Landes Berlin) geradeheraus davon, dass der Breitscheidplatz-Terrorakt und auch sonst jeder islamistische Terror gar nix mit dem Islam zu tun habe.

Mit so einem Pseudo-Woodstock-Event mit entsprechend viel bunter Friede-Freude-Eierkuchen-Soße kann man sich insgesamt bequem in die Tasche lügen, von den wahren Ursachen ablenken und vor allem auch die Opfer des Anschlags regelrecht vergessen. Sie wurden weder namentlich aufgeführt noch z.B. ihrer in Form von Fotos gedacht. Angehörige der Opfer wurden nicht auf der Kundgebung miteinbezogen. Es wurde auch nicht der Islamismus als Ursache des Terroraktes näher thematisiert. Lösungsvorschläge wurden keine gemacht. Eine harte Hand gegen Islamisten oder anderen Extremismus? Fehlanzeige.

Eine Farce, wie sie im Buche steht.

Auffällig war noch, dass zahlreiche „Ordner“ der NBS anwesend waren. Vor wem fürchtete man sich? Viel eher schien es eine Machtdemonstration gewesen zu sein.

Dass eine Kundgebung erst drei Monate nach dem Anschlag stattfand, ist allein schon hanebüchen – und dann noch in einem solchen Format ist geradezu unfassbar. Ein Offenbarungseid der Berliner Regierungspolitik, die in den letzten Monaten scheibchenweise immer mehr eingestehen musste, dass bei Anis Amri, der ja unter Beobachtung stand, eine Panne die nächste abgelöst hatte.

UPDATE: 23.12.2017 Und die Kanzlerin? Die erschien erst ein Jahr später zum Gedenken.

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