Georg Pazderski (AfD Berlin): „Wo haben Sie eigentlich mal gehört, dass Politiker an die nächste Generation denken?“

Immer noch werden die Grünen als „Stadt-Partei“ wahrgenommen, was wohl an der großen grünen Wählerschaft in deutschen Großstädten liegt. Immer wieder punktet die Partei mit Direktmandaten und durchaus starkem Zweitstimmenergebnis. Doch vielleicht ändert sich das gerade langsam.

Georg Pazderski, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, wolle heute weniger über Sicherheit und Migration sprechen, so der Oberst a.D., sondern was an der AfD so besonders sei in großen Städten.

Pazderski, der sein ganzes Berufsleben in der Bundeswehr gedient hat, war zum Thema: „AfD-Politik in Deutschlands Millionenmetropolen“ im Hamburger Rathaus zugegen, auf Einladung der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft.

„Warum ziehen Menschen eigentlich in die Stadt?“

Er halte seine Rede hauptsächlich „jenseits von Islam, Ausländern und Kriminalität“, betonte Pazderski, da, wie er sagte, die „Probleme in Großstädten auch Antworten in vielen anderen Politikfeldern verlangen“.

„Warum ziehen Menschen eigentlich in die Stadt?“, fragte der Abgeordnete und er betonte, dass dies v.a. an der besseren Infrastruktur, sprich etwa Schulen, Unis, Geschäfte, medizinischer Versorgung und dem vielfältigen Kultur- und Freizeitangebot läge. „Das ist der Punkt. Wir müssen an Lösungen arbeiten, um das bewältigen zu können„, war Pazderski überzeugt.

Der Ex-Militär berichtete auch von seiner in Auftrag gegebenen Studie „Berlin 2050“, um herauszufinden, wie sich die Stadt entwickle und vor welchen Herausforderungen sie stehe. „Sie haben in der Regel Politiker, die gerade mal eine Legislaturperiode denken. Aber wo haben Sie eigentlich mal gehört, dass Politiker an die nächste Generation denken?“, fragte Pazderski.

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