Bunte AfD-Großdemo in schwarz-rot-goldenem Fahnenmeer

Laut und heiß war es an diesem letzten Sonntag im Mai. Tausende AfD-Anhänger und -Mitglieder zogen vom Berliner Hauptbahnhof, über die Spree, am Bundestag vorbei schließlich zum Brandenburger Tor. Sowohl am Washingtoner Platz als auch auf dem Platz des 18. März traten Partei-Promis an die Mikros: Beatrix von Storch, Georg Pazderski, Alexander Gauland, Jörg Meuthen und auch Initiatoren von Demos, Marie Thérèse Kaiser der „Merkel muss weg“-Initiative Hamburg, hielten beeindruckende Reden.

Die Stimmung: überwiegend gut. Auch AfD-Chef Meuthen zog ein positives Resümee in der „Jungen Freiheit“ kürzlich.

Die Linken krakeelten derweil was das Zeug hielt und es war viel Polizei nötig, um die aggressiven Gegendemonstranten auf Abstand zu halten. Das gelang den Beamten auf der Demostrecke aber diesmal – im Gegensatz zu manch anderen Berliner Demos in Vergangenheit, man denke nur an den Frauenmarsch – dank guter Planung und professioneller Durchführung – ganz gut.

Weitgehend störungsfrei verlief die Veranstaltung, das muss man dazu sagen.

Linke Gegendemonstranten schrieen ständig

Dennoch immer wieder erstaunlich, dass die AfD nach wie vor derart polarisiert mit ihrer Regierungs- und Gesellschaftskritik, insbesondere wenn es um rotgrüne Machtzirkel geht, die sich nach wie vor strikt weigern mit der AfD in irgendeiner Form zusammenzuarbeiten. Wenn manche schon das AfD-Blau sehen, sehen sie rot.

Oder es reicht schon eine Deutschlandfahne. Die wurden nämlich massenhaft (made in China? 😉 unter den Demonstranten verteilt und sie tauchten den Zug in schwarz-rot-goldenes Flaggenmeer, was beeindruckend aussah und absolut friedlich wirkte. Ein Hauch von 1848 wehte durch Berlin. Damals, bzw. in den Jahren zuvor, hatten sich v.a. viele Studenten mit der seinerzeit revolutionär neuen schwarz-rot-goldenen Fahne in der Hand gegen die autokratisch regierenden Fürsten erhoben, um Einheit und Freiheit gegen Absolutismus und Kleinstaaterei durchzusetzen. Leider blieb die demokratische Revolte (Paulskirchenverfassung) damals nur von sehr kurzer Dauer.

AfD-Demo

Rund 5.000 Demonstranten konnte die AfD mobilisieren, vielleicht waren es auch mehr. Die Gegendemonstranten waren sicher zahlreicher, etwa 10- und 20.000 – wobei bei Spree-Technopartys wie „AfD wegbassen“ wohl mehr feiernde Mitläufer als strammte Polit-Aktivisten dabei waren.

Mit der Zeit könnte sich auch hier das Blatt wenden, denn die AfD kommt immer mehr in der Gesellschaft an, wie man an den Wahlsiegen der letzten Jahre und Monate sehen kann.

Der von der Polizei eskortierte Rückfluss der Demoteilnehmer zum Bahnhofs Friedrichstraße verlief holprig und man sah, dass die Staatsmacht in Berlin eben unterbesetzt ist. Linksradikale kamen schreiend und provozierend sehr nah an die Gegenseite ran und leider ließen sich auch einige AfD-Anhänger unnötigerweise provozieren als etwa Linke Wasser von oben die Treppe zu den Gleisen runterschütteten und Plastikflaschen warfen. Woanders wurde ein „Anschlag“ mit teerartiger Substanz auf AfD-Demo-Teilnehmer verübt. So viel zum angeblich friedvollen Gegenprotest.

Im Hauptbahnhof war der Spießrutenlauf durch die wütend brüllende linke Masse dann noch größer. So sieht es aus, wenn man definitiv keine Argumente mehr hat und nur noch Befindlichkeiten regieren.

p.s. Mehr Bilder von der Demo: tolle Fotostrecke von Philosophia Perennis!

Vorherigen Beitrag: Linke Folklore, Söder in Bedrängnis – Tausende in München gegen Polizeiaufgabengesetz (PAG)Nächster Beitrag: Imad Karim: „AfD sollte Schulterschluss mit Deutschland liebenden Migranten suchen“

Ähnliche Beiträge

Unterstützen Sie N&F:
Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit:
Neueste Beiträge
Kategorien
Archiv
Kalender
Mai 2018
M D M D F S S
« Apr   Jun »
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031