Tag der Patrioten in München mit Michael Stürzenberger: „Kritik richtet sich nicht gegen Muslime“

Der Aufstand vom 17. Juni 1953 war der erste und leider erfolglose Umsturzversuch der ostdeutschen Bevölkerung gegen das stalinistische Regime der DDR. Er wurde von der Sowjetarmee bekanntlich blutig niedergeschlagen. Bis 1990 wurde der 17.06. als „Tag der deutschen Einheit“, als Nationalfeiertag der Bundesrepublik Deutschland gefeiert.

Nun könnte das Datum eine neue Bedeutung erfahren. In einem Deutschland, das immer unzufriedener mit der Bundesregierung unter Kanzlerin Merkel ist, v.a. wegen ihrer verantwortungslosen Refugees-Welcome-Politik, aber auch wegen zahlreichen anderen gesellschaftlichen Missständen und politischen Schlechtleistungen, keimen stetig weitere bürgerliche Demos auf.

24 Städte feierten den neuen „Tag der Patrioten“ am 17.06. Von Berlin über Dresden bis München wurde demonstriert. So unterschiedlich die Bewegungen in ihrer Zusammensetzung, Qualität und Ausrichtung auch sein mögen, sie alle eint, mit demokratischen Mitteln „Merkel muss weg!“ zu fordern. Das Bürgertum politisiert sich zusehends. Ein Hauch von 1848 und 1953 und vielleicht 1989 liegt in der Luft.

In München kam die Bürgerbewegung Pax Europa zusammen. Viele waren es zwar nicht, die sich am Siegestor versammelten, aber wie gesagt – es ist auffällig, dass in immer mehr Städten sich ähnliche Bewegungen manifestieren.

Redner Michael Stürzenberger thematisierte wie immer Islam und Islamismus. Er betonte mehrfach, dass es nicht gegen die Muslime als Menschen ginge, sondern sich Kritik von ihm und anderen gegen den Islam als Ideologie bzw. dessen „gefährliche Bestandteile“ richten würden. Besonders positiv anzurechnen war Stürzenbergers richtige Anmerkung, dass es Muslime seien, die als erstes Opfer des Islamismus würden. Sie sind nachweislich die am meisten Leidtragenden jener mörderischen Religionskriege und Terrorattacken in ihren Heimatländern.

Beweise dafür gibt es zuhauf: Ein Blick auf die grausam skelettierten Städte in Libyen, Syrien oder Afghanistan zeugen von den enorm destruktiven innerislamischen Auseinandersetzungen und dem blinden Fanatismus, dem scheinbar keine Grenzen gesetzt sind.

Der Westen hat sicherlich seinen Teil zur Eskalation mit falschen militärischen Kampagnen und Operationen beigetragen (man denke nur an die Aufrüstung angeblich moderater islamistischer Rebellen in Syrien durch die Obama-Administration) und damit letztlich Öl ins Feuer des Fundamentalismus gegossen.

Doch der Islamismus, also der politische Islam, ist sehr viel älter als der Westen an sich – er existiert seit Mohammed selbst und wurde von dem Propheten bei dessen gewaltigen Eroberungsfeldzügen auch ganz selbstverständlich praktiziert. Politik und Religion waren hier nie getrennt.

Echte Reformen in der islamischen Welt einzuleiten, die weg von mittelalterlichen Krisen, Krieg und Gewalt hin zu einem Zeitalter der Aufklärung führen, das kann nur die islamische Welt aus eigenem Antrieb und eigener Erkenntnis heraus bewerkstelligen.

Und Deutschland? Darf – von o.g. Reformprozess unabhängig – nicht zum Aufmarschgebiet für religiöse Konflikte werden. Vorboten davon sind leider schon täglich zu sehen.

1 Kommentare
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Kommentare

  • Johanna

    19. Juni 2018 at 23:21
    Reply

    Dankeschön ihr Zwei 🙂

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