Gerold Otten besucht SZ in München: „Chemnitz-Berichte Tiefpunkt des Journalismus.“

Chemnitz, im August 2018 – eine weitere Zäsur in Merkeldeutschland. Nun gehen auch hier Bürger zu Tausenden protestierend auf die Straße, nachdem dort bei einem Stadtfest ein junger Mann mutmaßlich von Migranten erstochen worden war.

Demos und Gegendemos wechselten sich ab und es wird schnell klar, dass nach Freiburg, Kandel und vielen anderen tödlichen Zwischenfällen die Merkelsche „Wir schaffen das“-Doktrin von 2015 immer mehr für Unsicherheit und Spaltung sorgt in diesem Land.

Das nutzen sicherlich auch obskure rechtsradikale Gruppen/Splitterparteien wie NPD, Dritter Weg etc. für sich aus, die selber nie etwas politisch Sinnvolles auf die Reihe gebracht haben, verfassungsfeindliche Tendenzen aufweisen und nun im Windschatten des großen Erfolgs der rechtsstaatlichen AfD ihre Ziele nach vorne drücken wollen.

„Mit diesen radikalen Gruppen machen wir uns nicht gemein“, unterstrich der AfD-Bundestagsabgeordnete Gerold Otten. Mit ihm drehten wir vor dem Sitz der Süddeutschen Zeitung in München das Interview.

Gleichzeitig verwahrte sich der Abgeordnete gegen den Vorwurf vieler Medien, dass praktisch ganz Sachsen rechtsradikal unterwandert sei. „Die Verrohung in der Gesellschaft gibt es und sie wird auch durch diffamierende Berichterstattung über diese Proteste vorangetrieben“, so Otten sinngemäß in Richtung Süddeutsche Zeitung und anderer Medien. „Was ist denn genau in Chemnitz geschehen?“ Übergriffe, Vandalismus oder andere Gewalttaten seien dort bei den Demos nach der Messerattacke nicht vorgekommen.

Die SZ habe mit dem Artikel „Die Brandstifter von der AfD“ sehr „unter die Gürtellinie“ gezielt.

Als „Diffamierung“ bezeichnete Otten den Tweet von Journalist Jakob Augstein:

Der MdB sprach u.a. von einem „Tiefpunkt im deutschen Journalismus“.

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