In Buttersäure-Nebeln und Tomaten-Gewittern: Beatrix von Storch hält Rede auf dem Münchner Marienplatz

Stell dir vor, die AfD macht eine Demo auf dem Münchner Marienplatz und alle drehen durch: Zumindest die paar Tausend, die zum linksgrünen Gegenprotest gekommen waren. Schließlich war eine der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der AfD-Fraktion im Bundestag als Rednerin eingeladen worden: Beatrix von Storch.

Zuvor wurden Münchner Landtagskandidaten der AfD Bayern vorgestellt, darunter Wilfried Biedermann, Rainer Groß oder Markus Walbrunn. Schon ganz am Anfang war das Pfeifkonzert ohrenbetäubend, so dass Wolfgang Wiehle, Abgeordneter des Bundestags in der AfD-Fraktion, Mühe hatte durchzudringen.

Die Lautsprecher der AfD waren nicht schlecht aber leider auch nicht gut. Hier hätte man akustisch viel besser aufrüsten müssen, so dass die Reden von verschiedenen Standpunkten des Platzes noch gut zu verstehen waren.

Nobel & Frei hatte Mühe bei dem massiven Lärm, die Reden ordentlich aufzuzeichnen. Und ohne Gehörschutz waren das Geschrei, die Tröten und Trillerpfeifen vonseiten der Gegendemonstranten im wahrsten Sinne des Wortes ohrenbetäubend.

Die Gegendemo war viel zu nahe an der AfD-Demo platziert, der Abstand der Absperrgitter zum Rednerpult betrug vielleicht 20-30 Meter. Wer das im KVR genehmigt hat, muss sich fragen lassen, wie es um sein Demokratieverständnis bestellt ist. Aber es ist klar, dass die politische Leitung, d.h. SPD-OB Dieter Reiter, wohl nur den absoluten Mindestschutz für die für ihn verhasste AfD aufbieten wollte.

Beatrix von Storch hielt ihre Rede einige Minuten, dann flogen bereits erste Wurfgeschosse auf die Rednertribüne: Tomaten aus dem Lager der zahlreichen Gegendemonstranten. Manche konnten abgefangen werden vom Personenschutz von von Storch.

Außerdem gingen Phiolen mit vermutlich Buttersäure auf dem Boden nahe dem Rednerpult nieder und verbreiteten einen hässlichen Gestank.

Von Storch kommentierte dies trocken mit: „Mehr könnt ihr nicht!“

Wegen dem Lärm haben wir uns entschlossen, nur Ausschnitte der Rede zu bringen in unserem Video, alles andere wäre kaum noch zu verstehen gewesen.

Von Storch sprach Themen an wie die Islamisierung. Sie sei „vor allem eine Gefahr für die, die so bunt sein wollen, die sich vor Homosexuelle und Transsexuelle stellen wollen, die genau das im Blick haben. Genau für diese Menschen ist als Erstes der Islam eine Gefahr, aber ihr seid zu bunt um das zu verstehen“.

Weiterhin attackierte die Berlinerin die CSU: „Wo war eigentlich der Söder, als Zehntausende Migranten unkontrolliert über die bayerische Grenze kamen? Wo war der Söder bei dem Streit zwischen Seehofer und Merkel, als die Merkel durchgesetzt hat, dass weiter niemand an der bayerischen Grenze zurückgewiesen wird. Wer Söder wählt wählt Merkel. Wer Merkel wählt wählt Chaos. Denn das C in der CSU steht nicht mehr für christlich sondern für Chaos. Und die CSU ist dabei der Steigbügelhalter für die CDU“, so von Storch weiter.

Trotz aller widrigen Umstände schien die Abgeordnete gut gelaunt zu sein und nahm sich sogar Zeit für kurze Social Media-Einlagen:

Am Ende wurde klar, dass die ganze absurde Kulisse für die AfD wohl die beste Wahlwerbung war, die man sich je vorstellen konnte.

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