Gottfried Curio: „Die Kirchen vergessen in vielen Punkten ihren eigenen Auftrag.“

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Dr. Gottfried Curio, AfD-Bundestagsabgeordneter, zu Gast bei „Fraktion im Dialog“ im Hamburger Rathaus. In Teil 2 der Veranstaltung „Deutschland am Scheideweg – Risiken und Chancen der EU“ ist die Fragerunde mit Bürgern zu sehen.

Zusammen u.a. mit den Abgeordneten Bernd Baumann und Dirk Nockemann wurde lebhaft debattiert. Curio übte scharfe Kritik in Bezug auf eine mögliche Zukunft der EU, die nur unter Wahrung deutscher Interessen möglich sei: „Am Ende ist doch so etwas wie ein Zusammenschluss ein Instrument, kein Dogma, das man möglichst stark zentralisieren soll. Gerade wenn es demokratischen Entscheidungsprozessen so fern ist“.

Es dürfe dabei kein Blankoscheck ausgestellt werden, was Mehrheitsentscheidungen anbelangt, so Curio.

Gefragt zum Thema zurück zu den Wurzeln eines christlichen Europas, antworte Curio diplomatisch. Er sei nicht sicher, ob das die Antwort auf den immer präsenteren Islam in Europa sei. „Ich glaube das, was wir politisch zu kritisieren haben am Islam, der selbstverständlich auch seine spirituellen Anteile hat, ist nicht das eigentlich Religiöse, sondern die Übergriffigkeit in Staats- und Rechtsbelange.“ Und damit sei man sofort im „genuin politischen Raum“, so Curio.

Selbstverständlich sei es aber wichtig, dass wenn man die Entwicklungen reformieren wolle, es einer breiten gesellschaftlichen Basis bedürfe. Deshalb sei es wichtig, wenn man in verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, zum Beispiel auch in den Kirchen, eine Brücke bilden könne, „etwa von der Wiedererlangung von eigentlich christlichen hin zu meinetwegen migrationskritischen Belangen“. Es gebe viele Punkte, bei denen „die Kirchen ihren eigenen Auftrag vergessen“.

In der Tat hatte sich etwa Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, immer wieder – und eher einseitig – pro Migration ausgesprochen, sie u.a. als „Chance und Bereicherung“ erklärt. 

Diese Form der Migrationspolitik und der Politik der offenen Grenzen, wie sie Kanzlerin Merkel ab 2015 bekanntlich nachdrücklich forcierte, dürfte aber nicht unschuldig an den Verwerfungen in der EU sein. Gottfried Curios Fraktionskollege, MdB Bernd Baumann, sah die neuen politischen Zwistigkeiten in Europa v.a. dem Schlingerkurs der Bundesregierung geschuldet: „Ohne Merkel wären die Briten nicht aus der EU ausgetreten. Das ist ein Riesen-Desaster“, sagte er sichtlich aufgebracht.

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