Harte Linie bei Corona-Demos: nur 1000 Demonstranten dürfen auf die „Wiesn“

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Die Sicherheitsbehörden im rotgrün regierten München haben durchgegriffen: nur 1000 Demonstranten wurden auf der Corona-Demo auf der Münchner Theresienwiese zugelassen. Alle anderen mussten draußen bleiben. Die Polizei hatte das Gelände, auf dem normalerweise das Oktoberfest stattfindet (dieses Jahr ja leider nicht), fast schon hermetisch abgeriegelt.

Mit der Folge, dass sich zahlreiche Demo-Interessenten vor den Absperrungen stauten. Was wiederum Einsätze der Polizei auslöste, die sogar mit der Reiterstaffel vor Ort war. Ziel der ganzen Maßnahmen: „schnell auf erkennbar größere Personengruppen reagieren zu können“, wie es im Polizeibericht heißt.

Die Stimmung war in München im Gegensatz zu aus dem Ruder laufenden Demos in Berlin mit teils fragwürdigen Verhaftungen noch weitgehend friedlich aber emotional. Keiner der Anwesenden wollte so richtig einsehen, dass die Versammlungsfreiheit von der Politik weiterhin derart beschnitten wird. N&F wurde Zeuge, wie die Beamten mit Lautsprecherdurchsagen die Leute an die vorgeschriebenen Mindestabstände erinnerte – dafür gab es Buh-Rufe und Pfiffe.

600 Platzverweise für „Uneinsichtige“

„Trotzdem mussten über 600 uneinsichtigen Personen Platzverweise erteilt werden. Des Weiteren wurden über 20 Personen hauptsächlich wegen Verstößen nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt“, hieß es im Polizeibericht weiter.

Auf der Demo selber wurden die auch in Bayern anhaltenden Grundrechte-Beschränkungen thematisiert, die von Limitierungen der Versammlungsfreiheit, über die Reisefreiheit bis hin zur Berufsfreiheit reichte.

Dann wurde auf der Bühne das Volkslied „Die Gedanken sind frei“ gespielt und dabei von einer Rednerin weinend auf Sophie Scholl verwiesen. Der Vater der Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus war 1942 wegen NS-kritischen Äußerungen inhaftiert worden. Sophie Scholl hatte sich daraufhin an die Gefängnismauer gestellt und ihrem dort einsitzenden Vater auf der Blockflöte die Melodie vorgespielt.

Im Vorfeld der Demo hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder noch Bürger ermahnt, die gegen Corona-Maßnahmen protestieren, sich von Extremisten und Verschwörungstheoretikern abzugrenzen. Dabei erwähnte er in einem Atemzug Pegida und die AfD.

Nur sehr wenige Medien trauten sich, Söders Politik der harten Hand auf ihre Verhältnismäßigkeit zu überprüfen, wie etwa Tichys Einblick, welches Söder unlängst als „Schaumschläger“ bezeichnete.

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